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News zu EMS, Fitness und Ernährung

EMS im Selbstversuch durch MYSELF-Redakteurin

16.03.2016

Ich gegen den Strom. Mein Haustier heißt 'innerer Schweinehund'. Deshalb habe ich mich entschlossen, EMS auszuprobieren. Ein komplettes Workout in 20 Minuten, dank Strom. Ein Testbericht.

Höher - schneller - weiter

Trainieren am Verstärker. Stählerne Muskeln aus der Steckdose, das klang verlockend. Das EMS-Prinzip hat mich sofort getriggert, gleich beim ersten Satz. Kein Wunder, denn es ist für faule (oder sehr beschäftigte) Menschen gemacht: EMS wird zur effektiven Leistungssteigerung eingesetzt und verkürzt so die Trainingszeit auf ein Minimum bei maximalem Erfolg. So die Idee. EMS ist eine Abkürzung und steht für elektronische Muskelstimulation. Man hat eine Funktionsweste mit Elektroden an, durch welche elektrische Impulse von einem EMS-Gerät in die verschiedenen Muskelgruppen fließen. Für Arme und Beine gibt es Extra-Gurte, so dass fast der gesamte Muskelapparat angeschlossen ist. In dieser Montur führt man unterschiedliche Kräftigungsübungen durch - immer mit dem elektrischen Impuls. Der Personal Trainer sorgt dafür, dass die Übungen korrekt und präzise durchgeführt werden. Und dafür, dass man nicht zusammenbricht - denn es ist erstaunlicherweise anstrengend. Aber dazu später.

Ein 20-minütiges EMS-Ganzkörpertraining beinhaltet 12-15 Übungen pro Trainingseinheit

Ausgewählt nach den individuellen Zielen. "Trotz unterschiedlich gesetzter Trainingsschwerpunkte werden bei jeder einzelnen Übung etwa 90 Prozent des gesamten Muskelapparats trainiert", sagt fitbox, das EMS-Studio meiner Wahl. "EMS-Training ist dadurch 18-mal effektiver als herkömmliches Training mit Gewichten." Und die Gelenke schont EMS auch, da es ohne physische Krafteinwirkung auskommt. Seit Jahrzehnten wird das Prinzip bereits in der Reha- und Sportmedizin erfolgreich angewendet, auch in der Raumfahrt sollen die Astronauten mit EMS trainieren. Logisch, gibt ja keine Schwerkraft ohne Erdanziehung, was nützen da Hanteln? 20 Minuten EMS werden mit 6 Stunden klassischem Krafttraining gegengerechnet. Das Prinzip ist gekauft, nun zum Test.

Die Gleichung: 8 Wochen x 1-2 Trainingseinheiten x 20 Minuten = ?

Der erste Impuls: ein Kitzeln in den Oberschenkeln. Ich muss lachen und brauche ein wenig, bis ich mich beruhigt habe. Alex, der Trainer bei fitbox, schmunzelt nur: "Piano, das ist doch erst die Schnupperstunde." Die Klamotten sind lustig, verkabelt, verdrahtet - es fühlt sich eher nach Mission zum Mars an, als nach Sport. Hier weiterlesen

© Originalquelle: Condé Nast Verlag GmbH, München. Redaktion "Myself". Foto: Katja Brömer